Der Landkreis Split-Dalmatien hat Omiš 200.000 Euro an finanzieller Unterstützung zugesagt. Vor fünf Tagen hatte ein verheerender Waldbrand in der Stadt und ihrer Umgebung schwere Schäden angerichtet.
23:34 / 18.08.2026.
Autor: Tonči Petrić

Autor:
Tonči Petrić
Veröffentlicht:
18. August 2026, 23:34
Der Landkreis Split-Dalmatien hat Omiš 200.000 Euro an finanzieller Unterstützung zugesagt. Vor fünf Tagen hatte ein verheerender Waldbrand in der Stadt und ihrer Umgebung schwere Schäden angerichtet.
Die Aufräumarbeiten und die Erfassung der Schäden laufen weiter. Eine erste Schätzung des Gesamtschadens soll bis Mittwochabend vorliegen. Auf dieser Grundlage will die kroatische Regierung über weitere finanzielle Hilfen für Omiš entscheiden. Eine entsprechende Entscheidung wird am Donnerstag erwartet.
Mitarbeiter verschiedener Einsatzdienste sind vor Ort im Einsatz. Sie beseitigen Trümmer von Straßen und aus Entwässerungsgräben und reparieren beschädigte Stromleitungen und Wasserrohre.
Aus den staatlichen Reserven werden zudem mobile Wohncontainer nach Omiš gebracht. Sie sollen Menschen, die durch den Brand ihre Häuser verloren haben, vorübergehend eine Unterkunft bieten.
Viele Einwohner stehen noch immer unter dem Eindruck der Katastrophe. Gleichzeitig sind sie dankbar, das Feuer überlebt zu haben. Einer von ihnen ist Ante Pešić, der vom Brand an seinem Haus eingeschlossen wurde.
„Es gab keinen Ausweg. Ich musste dortbleiben. Ich goss die letzten Tropfen Wasser über meinen Kopf und meine Kleidung und kroch in einen Abstellraum. Dort blieb ich etwa 45 Minuten. Die Luft war glühend heiß, es fühlte sich an, als würde man kochendes Wasser einatmen“, berichtet Pešić.
Pešić überlebte. Viele andere Bewohner berichten von ähnlich dramatischen Erlebnissen. Neven Lelas sagte im kroatischen Rundfunk, sein Sohn und sein Schwiegersohn hätten sich in mit Wasser gefüllte Fässer gesetzt, als die Flammen näher kamen.
Boris Doljanin verlor bei dem Brand sein Restaurant direkt am Meer.
„Wenn ich hierhergekommen wäre, um das Restaurant zu retten, würde ich heute nicht mit Ihnen sprechen. Alles wird wieder aufgebaut. Aber ich mache mir Sorgen um meine Mitarbeiter und darum, wie sie ein Einkommen haben können, während wir wieder auf die Beine kommen“, sagte Doljanin.
Die örtlichen Tourismusbehörden bemühen sich unterdessen, Besucher zu beruhigen. Die Stadt erhole sich von der Katastrophe und bleibe für Touristen geöffnet.
Die Ursache des Großbrandes ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
Quelle: HRT
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