Die Stimme Kroatiens

22:02 / 03.07.2019.

Autor: Martina Perković

Minister Kuščević wolle nicht zurücktreten

Verwaltungsminister Lovro Kuščević (Foto: HRT)

Verwaltungsminister Lovro Kuščević (Foto: HRT)

Foto: - / HRT

Verwaltungsminister Lovro Kuščević erklärte, dass er nicht zurücktreten werde. Dennoch war dies ein Thema bei der heutigen Sitzung des Regierungskabinetts. Koalitionsmitglieder sehen den Minister nun als Bürde für die Regierung.

Während des Treffens hat Verwaltungsminister Lovro Kuščević weder seinen Rücktritt angeboten, noch hat Premierminister Andrej Plenković um seinen Rücktritt gebeten. Kuščević wird wegen Vorwürfen, er sei an einem fragwürdigen Grundstücksgeschäft beteiligt gewesen, unter die Lupe genommen.

Die HNS, ein Koalitionsmitglied, initiierte den Antrag auf Entlassung des amtierenden Verwaltungsministers. „Ich glaube, dass Parteien die 2,5 % der Stimmen erhalten sind nicht diejenigen die die Regierung bestimmen", sagte der Verwaltungsminister selbst dazu.

Der stellvertretende Vorsitzende der HNS und stellvertretende Regierungschef sowie der Minister für Bau und Raumplanung Predrag Štromar, erklärte der Presse, dass wahrscheinlich nächste Woche ein gezielteres Treffen stattfinden werde. „Ich möchte ihnen mitteilen, dass ich mit dem Premier gesprochen habe und dass auf Grundlage der Schlussfolgerung, die wir bei der Parteisitzung gezogen haben, wir nächste Woche bei einer Sitzung alles besprechen."

Indes fordert die Opposition weiterhin lautstark seinen Rücktritt. Laut SDP Vorsitzendem Davor Bernardić, nicht nur wegen seines unverantwortlichen Handels als Minister, sondern vor allem die Korruptionsvorwürfe seien schwerwiegend. Bernardić, betonte, dass man vor allem nach dieser Wahl sehen werde welche Partei den Bürgern und Kroatien zuneigt ist und wer „der korruptesten Regierung der kroatischen Geschichte“.

Auch Hrast Mitglied Hrvoje Zekanović und einst Koalitionspartner betonte, dass er definitiv für den Rücktritt des Ministers stimmen werde. „Er ist einer der schlechtesten Minister. Er hat gemeinsam mit Plenković ein Referendum verhindert. Nicht weil es so sein musste, sondern weil die beiden es so wollten“, sagte Zekanović.

Quelle: HRT

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