Die kroatische Gespanschaft Brod-Posavina verzeichnet eine positive demografische Entwicklung. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 52 Kinder mehr geboren als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig steigt die Zahl der Menschen, die aus dem Ausland in die Region zurückkehren oder zuziehen.
In den beiden Krankenhäusern in Slavonski Brod und Nova Gradiška kamen in den ersten sechs Monaten des Jahres insgesamt 579 Kinder zur Welt. Das entspricht einem Anstieg um 52 Geburten gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025.
Auch bei der Zuwanderung aus dem Ausland zeigt sich ein positiver Trend: In den ersten acht Monaten 2026 meldeten 344 Personen ihren Wohnsitz in der Gespanschaft an, nachdem sie aus dem Ausland zugezogen waren. Im Vorjahreszeitraum waren es 302 Personen gewesen.
Gezielte Maßnahmen zur Stärkung der Region
Um diese Entwicklung langfristig zu unterstützen, setzt die Gespanschaft auf verschiedene Fördermaßnahmen für junge Familien, Studierende und Unternehmen. Dazu zählen Zuschüsse zu Wohnbaukreditzinsen sowie die finanzielle Unterstützung medizinisch unterstützter Fortpflanzungsverfahren. Für 2026 wurden die Förderbedingungen verbessert und zusätzliche Mittel bereitgestellt.
Auch der Bildungsbereich wird gezielt gestärkt. Die Gespanschaft stellt der Universität Slavonski Brod insgesamt 291.000 Euro zur Verfügung. Darüber hinaus erhalten Studierende monatliche Stipendien zwischen 120 und 180 Euro.
Wirtschaftswachstum und Investitionen
Neben den demografischen Verbesserungen verweist Gespanschaftspräfekt Danijel Marušić auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region. Mit einem jährlichen BIP-Wachstum von 6,4 Prozent zählt Brod-Posavina zu den wachstumsstärkeren Gespanschaften Kroatiens. Wichtige Wirtschaftszweige sind die verarbeitende Industrie und der Dienstleistungssektor.
Zur Förderung der regionalen Wirtschaft wurden 2026 insgesamt 265 Förderverträge mit Unternehmen im Gesamtwert von knapp 750.000 Euro abgeschlossen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau der Bildungsinfrastruktur. Derzeit werden 15 Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als 38 Millionen Euro umgesetzt, unter anderem im Rahmen des kroatischen Aufbau- und Resilienzplans.
Ziel der Maßnahmen ist es, insbesondere jungen Menschen und Familien langfristige Perspektiven zu bieten, die Abwanderung zu verringern und die Rückkehr aus dem Ausland attraktiver zu gestalten.