Die Stimme Kroatiens

20:30 / 09.12.2021.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Kroatischer Epidemiologe erwartet Widerstand gegen Corona-Impfung von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren

Zlatko Trobonjača

Zlatko Trobonjača

Foto: HRT / HRT

Die Impfung von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren beginnt in Kroatien nächste Woche. Wie lange die COVID-Zertifikate gültig sein werden, entscheiden die Behörden im Januar.

Ob sie nach der zweiten Impfung noch 9 oder 12 Monate gültig sein werden, ist fraglich.

„Wir stehen kurz vor der Entscheidung, dass diejenigen, die die dritte Dosis des Impfstoffs erhalten, ein unbegrenzt gültiges COVID-Zertifikat haben werden“, hört man von einigen Epidemiologen.

„Ich glaube, es wird viele Kommentare und Widerstände geben. Die ganze Psychose, die rund um die Impfung, völlig unnötig entstanden ist, ist jetzt besonders laut, da es um die Impfung von Kindern geht. Kinder sollten, wenn alles berücksichtigt wird, trotzdem geimpft werden. Relativ viele Kinder werden aufgrund von Corona hospitalisiert; natürlich viel weniger als Erwachsene. Dennoch gibt es Probleme. Kinder können langfristige Symptome nach COVID entwickeln. Sie können ein Multiorgan-Entzündungssyndrom bekommen, das für Kinder lebensbedrohlich sein kann. Wir haben ungefähr 200 solcher Fälle, aber ich glaube, dass am Ende kein einziges Kind daran gestorben ist“, sagte heute Dr. med. Zlatko Trobonjača von der Universität Rijeka.

Er fügt hinzu, dass Kinder auch mit anderen Impfstoffen geimpft werden und es keine größeren Probleme gibt.

„Eltern müssen gut informiert sein. Wir wissen, dass Kinder mit diesem Impfstoff keine größeren Probleme haben. Sie erhalten eine viel geringere Dosis. Das einzige Problem, das in den jüngeren Altersgruppen auftrat, war eine etwas höhere Inzidenz von Myokarditis, aber es sollte gesagt werden, dass es sich dabei um leichte Symptome handelte. Aufgrund dieser Fälle wurde der Moderna-Impfstoff in einigen Ländern zurückgezogen. Der Impfstoff von Pfizer verursacht nachweislich weniger Fälle von Myokarditis“, erklärte Trobonjača.

Auf die Frage, ob in größeren Arbeitsteams sowohl geimpfte als auch ungeimpfte getestet werden sollten, entgegnete der Epidemiologe:

"Der Idealfall wäre alle zu testen, zum Beispiel in Gesundheits- oder sozialen Einrichtungen. Aber es ist ein großes finanzielles Unterfangen. Auch ist es beispielsweise nicht möglich, alle drei Tage etwa 150.000 Menschen zu testen. Aus diesem Grund werden nur Ungeimpfte getestet, da sie das Virus mehr verbreiten als geimpfte Personen!"

Zur Booster-Impfung erläuterte er:

„Diese dritte Dosis bietet keine dauerhafte Immunität, insbesondere nicht aufgrund der neuen Omikron-Variante. Wenn wir durch eine Impfung eine Immunität gegen das Delta-Virus oder den ursprünglichen Wuhan-Stamm erreicht haben, wird uns diese Immunität sicher nicht lange vor der Omikron-Variante schützen, wenn sie sich ausbreitet. Es besteht auch die Möglichkeit neuer Stämme. Der Booster und die bisherigen Impfungen schützten uns also vor einigen Stämmen, aber nicht vor allen Stämmen.“

Abschließend kommentierte Trobonjača:

„Es hat keinen Sinn, gegen Maßnahmen zur Bekämpfung der Epidemie vorzugehen. Wenn man sich gegen COVID-Zertifikate ausspricht, widerspricht man allen Bemühungen, die die Epidemie stoppen sollen. Impfstoffe müssen für dieses Virus angepasst werden. Unternehmen haben damit begonnen, aber ich glaube nicht, dass wir diese Impfstoffe bis April haben werden. Wir können nur hoffen, dass Omikron eine milde Variante ist. Ich werde trotzdem aufpassen. Ich denke nämlich, es handelt sich immer noch um das SARS-Virus, das zu keiner Erkältung mutiert ist.“

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