Die Stimme Kroatiens

02:19 / 20.01.2022.

Autor: Tonči Petrić

Kroatien verzeichnet mehr als 10.000 Corona-Infektionen

Coronavirus in Kroatien

Coronavirus in Kroatien

Foto: Goran Stanzl/Boris Scitar/Nikola Cutuk/Patrik Macek / PIXSELL

Kroatien verzeichnete zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 Corona-Infektionen innerhalb von 24 Stunden - 10.427 allein basierend auf PCR-Tests. Weitere 5.500 Personen waren bei einem Antigen-Schnelltest positiv auf Covid-19.

45 Menschen sind an Folgen der Krankheit gestorben. In den Krankenhäusern werden 1.796 Covid-Patienten behandelt, von denen 204 beatmet werden müssen.


Die Gespanschaft Split Dalmatien hat eine der niedrigsten Impfraten in Kroatien. Der Leiter des Klinikums Dr. Julie Meštrović sagte, dass die Gespanschaft jetzt dafür den Preis zahlt. Darüber hinaus sind 70 Krankenpfleger ebenfalls mit dem Coronavirus infiziert. Obwohl im Klinikum in den letzten Tagen die Zahl der Covid-Patienten gesunken ist, sind Epidemiologen mit jeder Art von Vorhersagen vorsichtig.


„Heute Morgen haben wir weniger Patienten verzeichnet, was gut ist. Gestern hatten wir 224, jetzt haben wir 210, weniger Patienten müssen künstlich beatmet werden. Das ist ein gutes Zeichen, aber es ist immer noch eine hohe Anzahl. Ich wiederhole noch einmal, dass ältere, ungeimpfte Menschen die gefährdetste Gruppe ist, die wir hier im Klinikum Split behandeln", sagte Meštrović in einem Interview für den kroatischen Rundfunk HRT.


Dr. Sanja Kurečić Filipović, Epidemiologin beim kroatischen Gesundheitsamt, kann keine Vorhersage treffen, wie sich die Infektionskurve weiter entwickeln werde:


"Die Corona-Tests konnten möglicherweise nicht alle Personen erfassen, welche einen benötigt haben, daher ist es schwierig, dies auf der Grundlage von Zahlen über nur wenige Tage zu beurteilen. Warten wir ab, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Aber eine Zunahme ist offensichtlich."


Bildungsminister Radovan Fuchs sagte, dass etwa 120 Schulen auf den Online-Unterricht sich umstellen könnten, wenn mehr Schüler positiv auf COVID-19 werden. Trotz steigender Infektionszahlen sollte aber versucht werden, dass die Schulen offen bleiben, argumentiert Fuchs.


„Alle anderen europäischen Länder halten die Schulen so weit wie möglich offen. Heute haben wir auch gehört, dass Israel, das als eines der ersten Länder einen Lockdown eingeführt hatte, ähnlich wie Australien, seine Politik geändert hatte und sagten, dass die Schulen geöffnet bleiben müssen. Unsere erste Priorität hat der Schutz unserer zukünftigen Generationen, alle anderen sollten sich selbst schützen. Wir können die Bildung unserer Jugend nicht aufs Spiel setzen."

Vijesti HRT-a pratite na svojim pametnim telefonima i tabletima putem aplikacija za iOS i Android. Pratite nas i na društvenim mrežama Facebook, Twitter, Instagram i YouTube!