Die Stimme Kroatiens

21:01 / 01.05.2022.

Autor: Martina Perković

Heute ist der internationale Tag der Arbeit

Tag der Arbeit

Tag der Arbeit

Foto: HTV / HRT

Premierminister Andrej Plenković gratulierte zum Tag der Arbeit und wies darauf hin, dass er sich besonders darüber freue, dass mit den Gewerkschaften der staatlichen und öffentlichen Dienste eine Erhöhung der Gehaltsbasis um 4 Prozent vereinbart worden sei.

In Kroatien und auf der ganzen Welt wird der Internationale Tag der Arbeit in Erinnerung an den großen Streik von 40.000 Arbeitern im Jahr 1886 in Chicago begangen. Nach zweijähriger Pause zog ein großer Protestzug durch Zagreb. Die Versammelten forderten höhere Löhne, mehr Rechte und stärkere Tarifverhandlungen.

Mladen Novosel, Vorsitzender der Union der autonomen Gewerkschaften Kroatiens sagte, dass die Zeit der billigen Arbeitskosten vorbei ist.

"Wir senden sowohl an die Arbeitgeber als auch an die Regierung eine Botschaft, dass sie die Idee billiger Arbeitskräfte und -kosten in Kroatien vergessen müssen. Sie müssen verstehen, dass niedrige Arbeitskosten in Kroatien der Vergangenheit angehören."

Željko Klaus, Leiter der Gewerkschaft der Energie-, Chemie- und Nichtmetallindustrie, kritisierte die Arbeitgeber vor allem für das Verhalten gegenüber ihren Arbeitnehmern.

"Es gibt viele Arbeitgeber, die nicht kollektiv verhandeln wollen; die von Tarifverträgen angewidert sind; und die von Gewerkschaften angewidert sind. Sie sollten sich schämen. Alle Arbeitgeber lieben ihre Verträge mit Lieferanten, mit Kunden, mit teuren Anwaltskanzleien. Am glücklichsten wären sie aber, wenn sie keinen Vertrag mit ihren Arbeitnehmern abschliessen müssten. Schämt euch."

Die SDP feierte den Tag der Arbeit in Rijeka im Park bei Trsat mit der traditionellen Verteilung von Bohnensuppe, Nelken und einem Unterhaltungsprogramm. Bei dieser Gelegenheit kritisierte der Vorsitzende der SDP, Peđa Grbin die Regierung.

"Vor vielen Monaten kündigte die Regierung triumphierend Änderungen des Arbeitsgesetzes an. Das ist natürlich nicht geschehen, weil diese Regierung, diese herrschende Mehrheit, dazu nicht in der Lage ist. Aber wir wissen, was zu tun ist. Das Problem der befristeten Arbeitsverhältnisse muss gelöst werden. Die Frage der angemessenen Entlohnung von Überstunden muss ebenso angegangen werden wie Schichtarbeit, Arbeit an Sonn- und Feiertagen."

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