Die Stimme Kroatiens

20:00 / 02.06.2022.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Der EU-Kommissar für Handel besuchte heute Zagreb

Boris Vujčić und Valdis Dombrovskis

Boris Vujčić und Valdis Dombrovskis

Foto: Sanjin Strukic / PIXSELL

Obwohl das Parlament bereits das Gesetz zur Einführung des Euro verabschiedet hat, stellen einige Abgeordnete die Euroeinführung infrage.

Nachdem die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank gestern bekannt gegeben haben, dass Kroatien die Kriterien für den Beitritt zur Eurozone erfüllt hat, benötigt Kroatien nun nur noch grünes Licht vom EU-Rat der Finanzminister, der seine Entscheidung voraussichtlich am 12. Juli treffen wird. 


Danach kann Kroatien am 1. Januar 2023 den Euro als offizielle Währung einführen. 


Der EU-Kommissar für Handel, Valdis Dombrovskis, besuchte heute Zagreb.


"Unsere gemeinsame Währung symbolisiert Europas Stärke, Einheit und Solidarität. Die ist besonders wichtig in diesen schwierigen und unruhigen Zeiten, in dem Russlands Aggression gegen die Ukraine die Welt schockiert und die gesamte europäische Sicherheit bedroht", äußerte unter anderem der Kommissar.


Er traf heute auch mit dem Gouverneur der Kroatischen Nationalbank Boris Vujčić zusammen. 


Beide betonten die Bedeutung des Beitritts Kroatiens zur Eurozone und der Integration der Nationalbank in das Eurosystem.


Eine der wichtigsten Aufgaben Kroatiens bei der Vorbereitung auf den Beitritt zur Eurozone sei die Sicherstellung eines reibungslosen Übergangs von der Kuna zum Euro.


Der Gouverneur der kroatischen Nationalbank HNB Boris Vujčić sagte in diesem Zusammenhang: "In einem Teil der Geldautomaten werden sich bis zum 31. Dezember weiterhin Kuna befinden müssen, da die Kuna bis dahin die einzige gesetzliche Währung sein wird. Die Mehrheit der Geldautomaten wird mit Euro gefüllt sein und dann werden nach dem 1. Januar bis zum 15. Januar alle Geldautomaten auf Euro umgestellt. Denn wie Sie wissen, wird es bis zum 15. Januar noch möglich sein, in Kuna zu bezahlen."


Dombrovskis besuchte zudem auch das kroatische Parlament, wo er mit dem Parlamentssprecher Gordan Jandroković zusammenkam und an einer gemeinsamen Sitzung mehrerer parlamentarischer Ausschüsse teilnahm. 


Obwohl das Parlament bereits das Gesetz zur Einführung des Euro verabschiedet hat, stellen einige Abgeordnete die Euroeinführung infrage.


Nikola Grmoja von der Most-Partei sagte: "Andrej Plenkovićs einziges Ziel ist es, so schnell wie möglich der Eurozone beizutreten, obwohl seriöse Wirtschaftsanalysten sagen, dass Kroatien nicht bereit ist, den Euro einzuführen. Ich fordere den Premierminister auf, nicht mehr nur an die Erfüllung seiner Aufgaben, die im Brüssel aufzwingt, zu denken. Stattdessen sollte er lieber an die Existenz der kroatischen Bürger denken."





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