Die Stimme Kroatiens

21:16 / 03.10.2019.

Autor: Martina Perković

Demo der Krankenschwestern und Pfleger

Demonstration vor dem Regierungsgebäude (Foto: Ruža Ištuk/HRT)

Demonstration vor dem Regierungsgebäude (Foto: Ruža Ištuk/HRT)

Foto: - / HRT

Heute protestierten hunderte von Krankenschwestern und Medizintechnikern auf dem Markusplatz in Zagreb. Sie forderten eine 25-prozentige Erhöhung der Grundgehälter, die Zahlung von Gehaltszulagen für Dienstjahre, bessere Arbeitsbedingungen und die Einstellung neuer Krankenschwestern.

Obwohl erst vor kurzem ein Annex über die Änderung des Kollektivvertrags unterzeichnet wurde, ist das Pflegepersonal weiterhin unzufrieden. Das Grundgehalt wurde dabei um 4% und teilweise noch um weitere 3 %, anstatt der geforderten 25%, erhöht.

Krankenpfleger Leon Cunjer Sekulić betonte, dass immer mehr seiner Kollegen das Land verlassen würden. Schuld seien die schlechten Arbeitsbedingungen, die es so nicht ermöglichen den Beruf auf höchstem Niveau auszuüben. Dies sei auch schlecht für die Patienten.

Vor allem die Gehälter seien das größte Problem in der Pflege.

Gesundheitsminister Milan Kujundžić, sieht die Forderung nach einer Gehaltserhöhung als normal an, allerdings sie die Regierung „so weit wie nur möglich entgegengekommen“. „Innerhalb von drei Jahren sind die Gehälter um 18 Prozent gestiegen. Leider ging das nicht noch früher", erklärte Kujundžić weiter.

Der kroatische Finanzminister Zdravko Marić betonte, dass beispielsweise letztes Jahr die Werft Uljanik, den Staat sehr viel gekostet habe und so Abstriche gemacht werden mussten. "Im Jahr 2017 schafften wir es 1,5 Milliarden Kuna in das Gesundheitssystem zu stecken, ohne dabei Staatsverschuldung zu erhöhen. Seit diesem Jahr ist es ein Prozentpunkt pro Beitrag. Laut unseren Berechnungen 1,5 Milliarden und ich bin mir sicher, dass es bis zum Ende des Jahres noch mehr sein wird. Dennoch scheint das nie gut genug", sagte Marić im Vorfeld der Kabinettssitzung.

Die Vorsitzende des Ausschusses für Gesundheit, Ines Strenja aus der MOST Partei, unterstützt indes die Forderungen der Krankenschwestern und Techniker. Der Ausschuss wolle alsbald darüber diskutieren um konkrete Verbesserungsbeispiele vorschlagen.

Quelle: HRT

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