Die Stimme Kroatiens

01:00 / 05.10.2021.

Autor: Tonči Petrić

Angestellte im Gesundheitswesen revoltieren gegen obligatorische Corona-Zertifikate

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Foto: K. Stedul Fabac/Z. Lukunic/H. Jelavic / PIXSELL

Etwa 50 aufgebrachte Personen haben heute Gesundheitsminister Vili Beroš in einem Zagreber Krankenhaus konfrontiert, um gegen die am Montag in Kraft getretene Pflicht eines Corona-Zertifikates für medizinische Fachangestellte im Gesundheitswesen zu protestieren.

Angestellte ohne ein Corona-Zertifikat können sich aber regelmäßig zweimal pro Woche testen lassen. Die neue Regelung gilt auch für Besucher und das Begleitpersonal. Gesundheitsminister Vili Beroš betonte, dass niemand gezwungen werde sich impfen zu lassen, aber die meisten Experten der Meinung sind, dass dies notwendig sei, um Patienten und Mitarbeiter zu schützen.


"Solche Bilder sind für niemanden ein angenehmer Anblick. Unser Imperativ ist und bleibt: Die Sicherheit des Gesundheitswesens muss unbedingt gewährleistet sein. Gibt es hierzu eine Alternative in diesem Augenblick?", erklärte Beroš.


Rund 100 Menschen haben heute auch vor dem Klinikum Split protestiert. Sie wollen die freie Wahl bei der Corona-Impfung haben. Die meisten Angestellten des Krankenhauses unterstützen die Corona-Zertifikatspflicht. Das Krankenhaus in Split hat 6.000 Corona-Tests für Mitarbeiter ohne ein Zertifikat vorgesehen. Der Vorrat soll einige Wochen ausreichen.


Sowohl die kroatische Ärztekammer als auch die Pflegekammer haben ihre volle Unterstützung für die Corona-Zertifikatspflicht zum Ausdruck gebracht. Im Rest des Landes haben diese neuen Corona-Regeln weniger Probleme verursacht. 


Neue Proteste sind vor einigen Gesundheitseinrichtungen auch morgen angekündigt worden.


Gesundheitsminister Vili Beroš erklärte, dass am Montag 6.236 medizinische Fachangestellte getestet wurden, 20 von ihnen waren auf das Coronavirus positiv. Gleichzeitig wurden in den letzten 24 Stunden 219 Corona Neu-Infektionen und 7 virusbedingte Todesfälle in Kroatien registriert. In den Krankenhäusern werden 810 Covid-Patienten behandelt, von denen 98 künstlich beatmet werden müssen.

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