Die Stimme Kroatiens

22:00 / 13.04.2019.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Am Sonntag findet die Gedenkfeier für die Opfer von Jasenovac statt.

Illustration, (Foto: HINA)

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Opferorganisationen beschuldigen die Regierung des Geschichtsrevisionismus.

Kroatische Regierungsvertreter werden Morgen den Opfern des Konzentrationslagers Jasenovac aus dem 2. Weltkrieg gedenken.

An der staatlich geförderten Gedenkfeier werden auch in diesem Jahr keine Vertreter der jüdischen, serbischen und Roma-Gemeinschaften sowie antifaschistischer Organisationen teilnehmen.

Sie gedachten bereits zu Beginn dieser Woche, bei einer eigenen Gedenkveranstalung der Opfer.

Dies ist seit 2016 der Fall.

Die Opferorganisationen beschuldigen nämlich die kroatische Regierung des Geschichtsrevisionismus.

Premierminister Andrej Plenković glaubt jedoch, dass eine gemeinsame Gedenkveranstaltung dazu beitragen würde, die wachsenden Spaltungen in der kroatischen Gesellschaft behen würde. Er erklärte, seine Regierung hätte viel unternommen wenn es darum geht, sich an Opfer zu erinnern und ihnen Ehre zu erweisen. Aber auch wenn es darum geht, die Verbrechen des Ustasha-Regimes zu verurteilen.

"Meine Regierung hat sich sehr viel Mühe gegeben, und wir glauben, dass einige Anstrengungen von der anderen Seite unternommen werden sollten. Ich glaube nicht, dass wir entgegengesetzte Meinungen vertreten. Wir sind auf derselben Seite und ich möchte, dass wir nächstes Jahr eine gemeinsame Gedenkfeier abhalten," betonte der kroatische Premier.

Die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović war schon heute nach Jasenovac gereist, um denjenigen, die dort ihr Leben verloren, Ehre zu erweisen.

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