Die Stimme Kroatiens

19:20 / 02.05.2022.

Autor: Natali Tabak Gregorić

31. Jahrestag der Ermordung von 12 kroatischen Polizisten in Borovo

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Foto: Davor Javorovic / PIXSELL

Nach der Gedenkfeier in Borovo äußerten sich die Minister Davor Božinović und Mario Banožić zu möglichen Änderungen des Verteidigungsgesetzes, genauer gesagt des Teils, der die Befugnisse des Präsidenten der Republik betrifft.

In Borovo wurde der 31. Jahrestag der Ermordung von 12 kroatischen Polizisten, deren tragischer Tod den Beginn des Kroatischen Unabhängigkeitskrieges markierte, begangen.


Eine Spezialeinheit der Polizei aus Vinkovci fuhr an diesem Tag mit einem Bus nach Borovo Selo, um zwei Polizisten zu befreien, die am Vortag festgenommen worden waren.


Serbische Paramilitärs überfielen, töteten und massakrierten zwölf kroatische Polizisten und verwundeten 26 weitere.


Dalibor Križanović, einer der Polizisten, die überlebt haben, schilderte Medien gegenüber folgendes:


„Die heimischen Tschetniks haben uns umzingelt. Sie schlugen mit Rechen auf Schaufeln auf uns ein. Mit allem, was ihnen unter die Hände kam. Sie schlugen uns die ganze Nacht. Mir haben sie fünf Rippen und die Hand gebrochen und ich hatte eine Schädelfraktur. Das, was jetzt hier passiert, ist eine Schande. Auch 30 Jahre nach diesem Vorfall wurde niemand dafür zur Verantwortung gezogen, obwohl es Augenzeugen und Hinweise darauf gibt, wer das getan hat.“


Nach der Gedenkfeier in Borovo äußerten sich die Minister Davor Božinović und Mario Banožić zu möglichen Änderungen des Verteidigungsgesetzes, genauer gesagt des Teils, der die Befugnisse des Präsidenten der Republik betrifft.


Der Innenminister Davor Božinović betonte:


„Vielleicht sind wir uns nicht immer im Klaren darüber, in was für schwierigen Zeiten wir uns befinden. Die EU-Länder fangen an, sich zu bewaffnen. Sie sind besorgt, dass der Krieg in weitere Länder Europas übergreifen könnte. In einer solchen Situation müssen wir einen ruhigen Dialog führen. Wir müssen auf allen Ebenen zeigen, dass wir der Herausforderung gewachsen sind.“


Der Verteidigungsminister Mario Banožić fügte dem hinzu:


„Ich habe in keiner Situation eine Zunahme noch eine Abnahme der Befugnisse des Präsidenten erwähnt. Ich habe mich nur auf das Verteidigungsgesetz aus dem Jahr 2013 berufen. Für dieses Gesetz, dass er selbst erlassen hat, sagt Zoran Milanović, dass er es schlecht findet, weil ihm das im Moment nicht passt. Ich werde nichts bezüglich der Befugnisse des Präsidenten machen. Ich werde ausschließlich um eine Artikelspezifikation bitten, da die kroatische Armee aufgrund dieser Artikel bereits viele Male in die Schlagzeilen geraten ist.“


Neben den in Borovo getöteten Polizisten gedenkt Kroatien heute auch der Zivilisten, die bei dem Raketenangriff auf Zagreb getötet wurden.


Damals handelte es sich um einen Racheangriff von besiegten serbischen Einheiten während der Militäroperation Blitz.


 Sieben Menschen wurden dabei getötet und etwa zweihundert verletzt. Die ersten Projektile fielen an der Kreuzung der Straßen Vlaška und Draškovićeva. AmTag darauf wurde das Kinderkrankenhaus in der Klaićeva getroffen.


Auch das Kroatische Nationaltheater und der Zrinjevac-Park wurden angegriffen. Zudem wurde die Stadt mit sechs Kassettenbomben beschossen.



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