Die Stimme Kroatiens

02:07 / 01.07.2022.

Autor: Tonči Petrić

Zoran Milanović schreibt offenen Brief an die NATO

Zoran Milanović

Zoran Milanović

Foto: Patrik Macek / PIXSELL

Präsident Zoran Milanovic hat am Donnerstag einen offenen Brief an die Staats- und Regierungschefs der NATO-Mitgliedsländer verfasst.

Zoran Milanović wies darauf hin, dass er den Wunsch Finnlands und Schwedens, dem Bündnis beizutreten, voll und ganz verstehe. Doch eine Destabilisierung Bosnien-Herzegowinas werde ernsthafte Auswirkungen auf die gesamte Region und die NATO haben und Kroatien müsse auf seine eigenen politischen und sicherheitspolitischen Interessen achten.


Auszug aus einem offenen Brief an die Staats- und Regierungschefs der NATO-Mitgliedsländer von Präsident Zoran Milanović: "Alles, worum wir Sie, unsere Verbündeten, bitten, ist uns zuzuhören, so wie wir Ihnen aufmerksam zuhören. Die Ereignisse in Bosnien-Herzegowina haben direkte Auswirkungen auf unsere nationalen Interessen und unsere Sicherheit. Eine weitere Destabilisierung von Bosnien-Herzegowina wird ernsthafte Auswirkungen auf die gesamte Region und die NATO haben. Wir hoffen, dass es nicht zu spät ist, die Situation umzukehren."


Die formelle Entscheidung, den Beitrittsantrag Finnlands und Schwedens zum NATO-Bündnis anzunehmen, wurde von kroatischen Premierminister Andrej Plenković auf der Kabinettssitzung am Donnerstag begrüßt. Er kommentierte auch das Verhalten des Präsidenten, den Gipfel in Madrid zu nutzen, um auf Veränderungen in Bosnien-Herzegowina zu drängen: "Dies bedeutet, dass unsere politische Position im Hinblick auf den Beitritt Finnlands und Schwedens zum NATO-Beitritt konsequent, rational und verantwortungsvoll war. Dies wurde am Mittwoch beim Gipfel in Madrid bestätigt. Dies war schon immer die Position der Regierung und dies wurde offensichtlich auch gestern die Position des Präsidenten, worüber ich mich sehr freue", erklärte Plenković. 


Die Staats- und Regierungschefs der NATO haben am Donnerstag den Gipfel in Madrid mit einem neuen strategischen Konzept und der Einführung eines Milliarden-Dollar schweren Innovationsfonds beendet. Dieser soll sicherstellen, dass dem Bündnis neuste Technologien zur Abschreckung und Verteidigung zur Verfügung stehen. Als ein Beispiel für solche Technologien gelten Hyperschallantriebe. Weitere sind selbstfliegende Flugzeuge und andere Robotersysteme.


(Quelle: HRT)

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