Die Stimme Kroatiens

15:58 / 25.05.2022.

Autor: Martina Perković

Weltwirtschaftsforum in Davos

Andrej Plenković

Andrej Plenković

Foto: HRT / HTV

Das Weltwirtschaftsforum in Davos findet zu einem ungewohnten Zeitpunkt statt. Seit Sonntag steht thematisch der Krieg in der Ukraine und seine Folgen im Fokus. Nach zweieinhalb Jahren Pandemiepause versammelt sich die Welt-Elite zum ersten Mal im Mai, nachdem das Treffen vom Januar auf Mai verschoben wurde.

Und es fällt auch deutlich kleiner aus als beim letzten Mal. Rund 2200 internationale Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft werden in Davos erwartet - fast ein Drittel weniger als im Januar 2020.

Die Organisatoren und Organisatorinnen haben praktisch alle grossen globalen Probleme auf ihre Agenda gesetzt: Klima-Notstand, Ernährungskrise, Energie-Unsicherheit, Digitale Umbrüche, Steigende Inflation und Gesundheitskrisen.


Das neue Finanzpaket der Europäischen Union in Höhe von 300 Milliarden Euro ist sehr wichtig, um die Abhängigkeit von russischen fossilen Brennstoffen zu verringern und zu beenden. Und um die EU-Mitgliedstaaten zu ermutigen, in grüne Energie zu investieren.

Aus Kroatien ist neben Premierminister Andrej Plenković auch der Minister für Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung Davor Filipović in Davos.

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, postete nach einem Treffen mit Premier Plenković beim Wirtschaftsforum in Davos einen Status auf Twitter, in dem sie den Weg Kroatiens zum Beitritt zur Eurozone kommentierte.

„Kroatien geht seinen europäischen Weg, um als 20. Land in der Europäischen Union den Euro als Währung einzuführen. Ich freue mich über das Treffen mit dem kroatischen Premier Andrej Plenković beim Wirtschaftsforum in Davos, bei dem wir die aktuellen Fortschritte Kroatiens erörtert haben.

Das Ziel Kroatiens besteht darin, dass der EURO ab dem 1. Januar 2023 als offizielle Währung in Kroatien eingeführt wird. Während die Kuna der Vergangenheit angehören würde.

Finanzminister Zdravko Marić sagte am Mittwochmorgen als Gast in der Sendung „A sada Vlada“ für den kroatischen Rundfunk, dass wir in die letzte Phase vor der Entscheidung über den Beitritt Kroatiens zur Eurozone eingetreten seien.

„Wir haben buchstäblich fünf oder sechs Wochen vor uns. Diese Berichte werden nächste Woche veröffentlicht und anschließend ausgewertet und analysiert. Eine formelle Entscheidung über den Beitritt Kroatiens wird am 12. Juli beim Rat der Finanzminister in Brüssel erwartet. Dies ist auch der Beginn der tschechischen Ratspräsidentschaft. Vor kurzem traf ich mich mit dem tschechischen Finanzminister", sagte Marić.

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