Die Stimme Kroatiens

20:44 / 18.02.2022.

Autor: Tonči Petrić

Sicherheitskonferenz in München hat begonnen

Sicherheitskonferenz in München

Sicherheitskonferenz in München

Foto: Ina Fassbender / REUTERS

Die Münchner Sicherheitskonferenz startet ohne Russland und dauert vom 18. Februar bis zum 22. Februar. Während die Spannungen in der Ukraine eskalieren, könnten die Ansichten des kroatischen Präsidenten und des kroatischen Premierministers nicht weiter auseinander liegen.

Ein bestimmendes Thema der Münchner Sicherheitskonferenz wird der gegenwärtige Konflikt zwischen der Ukraine und Russland sein. Russland aber ist erstmals seit 1991 nicht auf der Konferenz vertreten. Der russische Außenminister und langjährige Konferenzteilnehmer Sergej Lawrow und Präsident Wladimir Putin werden nicht teilnehmen.


Die Welt blickt gebannt nach München: Welches Signal kann von der 58. Münchner Sicherheitskonferenz ausgehen, insbesondere im Hinblick auf die angespannte Situation in der Ukraine? Die Eingangsstatements hielten der Vorsitzende der Konferenz, Wolfgang Ischinger und der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres. Danach betraten die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock und der US-Außenminister Antony Blinken gemeinsam die Bühne.


Die Waffenstillstandsverletzungen in den von Rebellen kontrollierten Gebieten der Ukraine dauern an. Die Ukraine behauptet, die Separatisten seien die ersten gewesen, die angegriffen hätten, die Separatisten wiederum, sie seien von der ukrainischen Armee angegriffen worden. Russland erklärte sein Militär von der Grenze gänzlich abziehen zu wollen, aber der Westen traut dem nicht. Auf der Sitzung des Sicherheitsrates schloss sich China ihrer Kritik an der NATO an.


Position Kroatiens


Während die Spannungen in der Ukraine eskalieren, könnten die Ansichten des kroatischen Präsidenten und des kroatischen Premierministers nicht weiter auseinander liegen. Präsident Zoran Milanović hat sich sehr offen zu seiner Ablehnung eines NATO-Beitritts der Ukraine geäußert.


„Ich spreche von einer NATO-Erweiterung. Das ist ein Angriff, absolut. Solange ich Präsident von Kroatien bin, werde ich mich jeder Art von NATO-Erweiterung widersetzen. Ich hoffe, das ist klar,“ erklärte Milanović.


Milanović sagt, dass jeder, der den NATO-Beitritt der Ukraine und Georgiens unterstützt, gegen die Interessen Kroatiens arbeitet: „Wer für deren Beitritt ist, arbeitet gegen Kroatien. Wir sind Mitglied der NATO. Das ist auch für uns bindend. Morgen kann jemand entscheiden, uns dorthin zu schicken falls es einen Krieg gibt, das lässt sich anders nicht verhindert.“


Premierminister Andrej Plenković, der am Freitag in Brüssel war, wo er an einem EU-Afrika-Gipfel teilnahm, sagte, das Ziel sei es, die Einheit der EU und der NATO in dieser Krise zu wahren und der Ukraine beizustehen.


„Wir müssen die Einheit der EU und der EU wahren. Wir müssen die Ukraine in ihren europäischen Bestrebungen unterstützen. Darüber hinaus sollten alle diplomatischen, politischen und Kommunikationskanäle genutzt werden, um diese Krise zu deeskalieren, um Konflikte oder erneute Aggressionen gegen die Ukraine zu vermeiden.“


Der Premier sprach auch über die Aufrechterhaltung der Grundprinzipien des Völkerrechts, die Achtung der Souveränität der Nationen, den Aufbau guter Beziehungen und die Vermeidung aller Konflikte.

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