Die Stimme Kroatiens

21:46 / 15.11.2021.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Präsident Milanović beim Papst

Präsident Zoran Milanović

Präsident Zoran Milanović

Foto: HRT / HRT

Milanović: "Ich stimme mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche überein, dass, dass sich Impfen lassen "ein Akt der Selbstliebe" ist.

Papst Franziskus empfing heute den kroatischen Präsidenten Zoran Milanović in einer Privataudienz.


 Dies ist der erste Besuch Zoran Milanovićs im Vatikan. Er wurde von seiner Frau Sanja begleitet. 


Der Präsident überreichte dem Papst das Messbuch des Fürsten Novak. 


Milanović traf auch mit dem Staatssekretär des Heiligen Stuhls Pietro Parolin zusammen.


"Ich habe davon gesprochen, dass die Glagolitische Schrift hunderte jahre lang die kroatische Schrift war. Erst dann kam die Lateinschrift. Die wenigen Kroaten, die zu der Zeit schreiben konnten, bedienten sich der Glagolitischen Schrift. Es hat sich um halbgebildete Ordensmänner gehandelt, die diese Tradition gewahrt haben. Und auch die kroatische Identität. Kroaten war es wahrscheinlich ausnahmsweise gestattet, die Glagolitischen Schrift und die Altslawische Sprache bei der Liturgie zu nutzten. So wurde Kroatien vom bittersüßen Mittelmeerraum, aber auch von Byzanz und Rom geprägt. All das gibt es bei uns. Wir sind zunächst ein westliches Land, aber unsere Identität ist ein bisschen komplexer",  betonte der kroatische Präsident.


Er äußerte sich auch zur Einführung von COVID-Zertifikaten in breiterer Anwendung. Er sagte, er stimme mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche überein, dass, dass sich Impfen lassen "ein Akt der Selbstliebe" sei, erklärte aber weiter, dass die Menschen ein Recht auf Schutz vor Willkür haben.


"Im Vatikan sind alle geimpft. Hier überwiegt wahrscheinlich die wissenschaftliche Sicht auf dieses Problem. Masken werden hier aber nicht gerade getragen. Ich habe die Bürger aufgefordert sich impfen zu lassen. Wahrscheinlich hab ich das schon einhundert Mal gemacht. Aber die Bürger haben ein Recht auf Schutz vor Willkür. Ich frage mich, wo in diesem Fall die Kämpfer für Menschenrechte sind. Wo ist der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte, der Ambitionen hat, Verfassungen von Staaten zuzuschneiden? Hier mischt er sich nicht ein," ergänzte Milanović.



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