Die Stimme Kroatiens

22:08 / 17.06.2021.

Autor: Tonči Petrić

Plenković spricht mit Erdoğan über Bosnien-Herzegowina

Premierminister Plenković und der türkische Präsident Erdogan

Premierminister Plenković und der türkische Präsident Erdogan

Foto: HTV / HRT

Premierminister Andrej Plenković nahm heute in der Türkei an einem Gipfeltreffen des südosteuropäischen Kooperationsprozesses teil.

Das Gipfeltreffen des südosteuropäischen Kooperationsprozesses fand in diesem Jahr in Antalya statt, anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Regionalorganisation. 


Andrej Plenković traf sich zu diesem Anlass mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan. Im Fokus der Gespräche stand die bilaterale Zusammenarbeit, die Beziehungen der Türkei zur Europäischen Union und die Bekämpfung der illegalen Migration. Ein weiteres Thema in den Gesprächen war Bosnien-Herzegowina.


"Ich habe betont, dass für Kroatien es von größter Bedeutung ist, dass alle drei konstituierenden Völker in Bosnien-Herzegowina gleichberechtigt sind, insbesondere die Kroaten, als kleinstes der drei konstituierenden Völker. Ich habe auch darauf hingewiesen, dass im Prozess der Einigung innerhalb der politischen Parteien und Institutionen von Bosnien-Herzegowina ein Konsens über die Reform des Wahlgesetzes erzielt werden muss und hierbei habe ich auch um die Unterstützung der Türkei gebeten," erklärte Plenković.


Die Beziehungen zur Türkei bewertete Plenković als qualitativ und freundschaftlich. Der Gipfel in Antalya hat zudem eine Strategie bis 2030 verabschiedet, der  einen Plan für die weitere Entwicklung Südosteuropas beinhaltet.


Der Südosteuropäische Kooperationsprozess wurde 1996 auf Initiative Bulgariens als Regionalinitiative zur politischen Koordinierung der Zusammenarbeit in Südosteuropa gegründet. Das Organ des SEECP ist der regionale Kooperationsrat der am 27. Februar 2008 ins Leben gerufen wurde. Zweck des Rates ist es, die Zusammenarbeit unter den Ländern zu fördern und als einheitliches Sprachrohr der Region zur Welt zu dienen. Ebenso dient die Zusammenarbeit zum Erhalt eines dauerhaften Friedens und der Stabilität auf dem Balkan. Die Zusammenarbeit soll proeuropäische Kräfte in der Region stärken und eine Annäherung der Staaten an die Europäische Union gewährleisten. 







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