Die Stimme Kroatiens

03:09 / 17.03.2022.

Autor: Tonči Petrić

NATO: Man werde keine Bodentruppen in die Ukraine entsenden

Jens Stoltenberg

Jens Stoltenberg

Foto: Hannibal Hanschke / Reuters

In Brüssel fand ein außerordentliches Treffen der NATO-Verteidigungsminister statt, bei dem sich die Minister darauf verständigt haben, dass die NATO die Ukraine weiterhin in erheblichem Umfang in Form von Militärlieferungen, finanzieller Hilfe und humanitärer Hilfe unterstützen werde.

Zu den Verbündeten kamen auch die Verteidigungsminister der Ukraine, Georgiens, Finnlands und Schwedens. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte, die Verteidigungsminister hätten zugestimmt, Militärkommandeure mit der Ausarbeitung von Plänen für neue Wege zur Abschreckung Russlands zu beauftragen. Bei der Sitzung war der kroatische Verteidigungsminister Mario Banožić anwesend.


Generalsekretär Stoltenberg traf am Mittwoch im Vorfeld des außerordentlichen Treffens der NATO-Verteidigungsminister mit US-Verteidigungsminister Lloyd J. Austin im NATO-Hauptquartier zusammen. Außenminister Austin sagte, die USA unterstützten die Ukraine und Amerikas Verpflichtung zu Artikel 5 sei ernsthaft zu nehmen. 


 „Ich denke, unsere Anwesenheit hier sendet ein Signal an die Welt, dass wir in unserer Unterstützung für die Ukraine vereint bleiben und die nicht provozierte und ungerechtfertigte Invasion Russlands in die Ukraine verurteilen. Die Ukraine hat eine legitime und souveräne Regierung, und wir unterstützen sicherlich ihre Fähigkeit, sich selbst und zu verteidigen, wir werden sie auch in Zukunft weiterhin unterstützen. Wir haben deutlich gemacht, dass unsere Verpflichtung gemäß Artikel 5 unumstößlich ist, und wir halten uns an diese Verpflichtung", sagte Austin.


Die Verteidigungsminister der Nato-Staaten reagierten aber auch skeptisch auf den polnischen Vorschlag nach einer "Friedensmission". Die niederländische Verteidigungsministerin Kajsa Ollongren sagte, dass eine Friedensmission schwierig sei, solange der Krieg noch anhält. Erst wenn es einen Waffenstillstand gebe und Russland seine Truppen abgezogen habe, könne die Nato über solche Pläne nachdenken. Nur Estland war für diese Idee aufgeschlossen.

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