Die Stimme Kroatiens

15:02 / 09.06.2022.

Autor: Martina Perković

Milanović: Serbien muss sich entscheiden

Plenković und Milanović

Plenković und Milanović

Foto: Sanjin Strukic /Srecko Niketic / PIXSELL

Das Oberste Gericht in Belgrad hat die Anklage gegen vier kroatische Piloten wegen mutmasslicher Kriegsverbrechen gegen serbische Zivilisten während der Operation Sturm bestätigt.

Ihnen wird vorgeworfen, bei Bosanski Petrovac eine Flüchtlingskolonne mit Raketen beschossen zu haben. Das Gericht behauptet, 13 Opfer identifiziert zu haben, darunter sechs Kinder.

Kroatien stellt die Zuständigkeit der serbischen Justiz in Frage, ein Verfahren einzuleiten. Da diese Vorwürfe bereits vom Haager Tribunal untersucht wurden. Die Entscheidung des Belgrader Gerichts kommentierte Premierminister Andrej Plenković.

"Kroatien akzeptiert nicht, dass die serbische Staatsanwaltschaft Anklage gegen nicht-serbische Bürger aus einem anderen Staat erhebt", sagte Plenković.

Plenković lehnte auch die serbische regionale Zuständigkeit ab. Er sagte auch, dass Kroatien das Problem mit einem Abkommen lösen wolle, aber die serbische Seite ignorierte dies.

"Wenn unser Kooperationsvorschlag abgelehnt wird und dann solche Dokumente aus Belgrad serviert werden, kann ich nur ganz klar sagen, dies wird nicht durchkommen", betonte Plenković.

Nach dieser Bekanntgabe versandte Präsident Zoran Milanović eine Botschaft nach Belgrad. Er sagte, dass sich Serbien entscheiden muss, in welche Richtung es gehen soll.

"Sie wollen sich mit der Türkei vergleichen, aber die Türkei will nicht der EU beitreten. Serbien muss entscheiden, wohin es gehen soll. Wenn sie der EU beitreten wollen und den Euro einführen, dann müssen sie nach bestimmten Kriterien handeln. Kroatien wird verlangen, dass diese Kriterien respektiert werden", sagte Milanović.

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