Die Stimme Kroatiens

18:29 / 21.01.2023.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Kroatischer Präsident nahm an der Eröffnungsfeier der Kulturhauptstadt Europas in Veszprém teil

Präsident Zoran Milanović in Ungarn

Präsident Zoran Milanović in Ungarn

Foto: Dnevnik / HRT

Zoran Milanović: "Kroatien und Ungarn haben eine lange und komplizierte Geschichte. Doch viele andere europäische Länder haben mit ihren Nachbarländern eine viel kompliziertere und schlechtere Geschichte als wir Kroaten und Ungarn."

Der kroatische Präsident Zoran Milanović begann den zweiten Tag seines offiziellen Besuchs in Ungarn mit einem Besuch des kroatischen Bildungszentrums in Budapest.


In seiner Rede betonte Präsident Milanović: 


"Kroatien und Ungarn haben eine lange und komplizierte Geschichte. Doch viele andere europäische Länder haben mit ihren Nachbarländern eine viel kompliziertere und schlechtere Geschichte als wir Kroaten und Ungarn. Eigentlich war Ungarn eine Art "älterer Bruder und Partner" für uns. In all den Jahrhunderten lief natürlich nicht alles glatt. Es gibt jedoch kein anderes Beispiel dafür, dass zwei Länder, die so nah und doch so unterschiedlich sind, eine gute Zusammenarbeit pflegten. Andere Beziehungen waren weitaus blutiger und gewalttätiger. Unsere Geschichte wurde von unseren Kämpfen gegen die Osmanen sowie von unserer christlichen und europäischen Identität geprägt."


Später am Tag nahm er mit seiner ungarischen Amtskollegin Katalin Novák an der Eröffnungsfeier der Kulturhauptstadt Europas in Veszprém teil.


Der Präsident stellte in seiner Rede fest, dass Ungarn Kroatien während des Kriegs geholfen habe; und dass der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban und der türkische Präsident Süleyman Demirel die einzigen führenden Persönlichkeiten der Welt waren, die 1999 an der Beerdigung von Präsident Franjo Tuđman teilnahmen.


Medien gegenüber betonte er: 


"Ungarn hat uns geholfen, als wir Hilfe am meisten benötigten. Die Situation in den 90izger Jahren war sehr schwierig, weil uns niemand geholfen hat, als wir im Krieg waren und keine Waffen hatten. In einer solchen Situation gab es nur wenige, die sich um Kroatien kümmerten. Aber unter denen, die uns halfen, waren die Ungarn und die ungarische Regierung."




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