Die Stimme Kroatiens

19:39 / 06.07.2022.

Autor: Natali Tabak Gregorić

Kroatien hat auch das zweite Schiedsverfahren mit MOL verloren

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Foto: Jurica Galoic / PIXSELL

Das Schiedsgericht hat dem Konzern MOL 184 Millionen Dollar zugesprochen. 

Kroatien hat auch das zweite Schiedsverfahren mit MOL verloren. 


Gestern Abend hat das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten in Washington seine Entscheidung im MOL-INA-Schiedsverfahren gefällt.


Der ungarische Ölkonzern MOL leitete das Schiedsverfahren ein, weil er behauptete, die kroatische Regierung habe die Verpflichtungen aus dem Gasgeschäfts-Vertrag nicht eingehalten. 


Kroatien, das eine Mehrheitsbeteiligung an INA zurückkaufen möchte, argumentierte, dass MOL durch die Bestechung von Premierminister Ivo Sanader während des Privatisierungsprozesses eine Mehrheitsbeteiligung erlangt habe. 


Das Schiedsverfahren bestätigte dies jedoch nicht.


Der kroatische Premierminister Andrej Plenković kommentierte in diesem Zusammenhang: "Der Kern der Entscheidung, die wir gestern Abend spät erhalten haben, ist, dass von der Gesamtforderung MOL's, die 1,1 Milliarden Dollar betrug, das Schiedsgericht dem Konzern 184 Millionen Dollar zugesprochen, was ungefähr 18 Prozent bzw. ein kleiner Teil dessen ist, was MOL gefordert hat."


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