Die Stimme Kroatiens

22:01 / 06.03.2022.

Autor: Tonči Petrić

In Mariupol droht eine humanitäre Katastrophe

Krieg in der Ukraine

Krieg in der Ukraine

Foto: M. Levin/C. Barria/O. Lapshyn/A. Ermochenko / Agencja Wyborcza/REUTERS

Eine erneute Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine, um etwa 200.000 Zivilisten aus Mariupol zu evakuieren, hat nicht geklappt. Dafür geben sich die russische und die ukrainische Seite gegenseitig die Schuld.

In der Stadt Mariupol beginnt es an Lebensmittel und Trinkwasser zu fehlen. Es droht eine humanitäre Katastrophe.


Der ukrainische Präsident Volodymyr Selenskyj berichtete, russische Flugzeuge hätten den zivilen Flughafen 250 Kilometer südwestlich von Kiew vollständig zerstört. Er warnte auch davor, dass die russische Armee einen Angriff auf die drittgrößte ukrainische Stadt Odessa am Schwarzen Meer plane.


Während sich die russische Invasion in der Ukraine weiter fortsetzt, werden die diplomatischen Gespräche fortgesetzt. US-Außenminister Antony Blinken hat osteuropäische Länder besucht, in denen sich zahlreiche ukrainische Flüchtlinge aufhalten. Der französische Präsident Emmanuel Macron hat am Sonntag erneut mit dem russischen Präsidenten  gesprochen.


Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat in einem Telefongespräch mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin eine umgehende Waffenruhe in der Ukraine gefordert. Erdogans Büro teilte am Sonntag mit, in dem einstündigen Gespräch habe der türkische Präsident auf eine Einstellung der Kämpfe gedrängt, um Zivilisten zu schützen und eine politische Lösung für den Konflikt zu finden. Putin hingegen ist dazu nur bereit, wenn die Ukraine die Kämpfe einstellt.


Gleichzeitig traf sich Putin am Samstag auch mit dem israelischen Premier Naftali Bennett in Moskau.

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