Die Stimme Kroatiens

16:53 / 24.02.2022.

Autor: Tonči Petrić

EU stärkt Streitkräfte für eine eventuelle Intervention in Bosnien-Herzegowina

Christian Schmidt

Christian Schmidt

Foto: Dado Ruvic / REUTERS

Die Europäische Union wird ihre militärischen Fähigkeiten für eine eventuelle Intervention in Bosnien und Herzegowina stärken, und diese Tatsache wird dazu beitragen, die Integrität und Stabilität des Landes zu wahren, bestätigte das Büro des Hohen Repräsentanten und EU-Sonderbeauftragten für Bosnien-Herzegowina am Donnerstag in Sarajevo.

Diese Entscheidung unterstreicht das Engagement der internationalen Gemeinschaft für die Integrität und Stabilität des Staates Bosnien-Herzegowina und seiner Institutionen auf der Grundlage des allgemeinen Rahmenabkommens für den Frieden. Dieses Land gehört zu Europa. Die temporäre Reservetruppe EUFOR Althea und der Hohe Vertreter werden entschlossen das Land auf ihrem Weg zur europäischen Integration begleiten", hieß es in einer Erklärung für die Medien.


Eine weitere Ausführung, in welchen Maße und von welchen Truppen die Rede ist, wurde nicht erläutert.


Christian Schmidt wies darauf hin, dass die Stärkung der Streitkräfte das Bekenntnis der internationalen Gemeinschaft zur Wahrung der Integrität und Stabilität des Staates Bosnien -Herzegowina und seiner Institutionen auf der Grundlage des Dayton-Abkommens ist.


Die Europäische Union übernahm 2004 die militärische Mission in Bosnien-Herzegowina von der NATO, um die Umsetzung des Dayton-Abkommens sicherzustellen. Etwa 7.000 Soldaten waren damals im Land stationiert, um Ende letzten Jahres auf etwa 600, größtenteils leicht bewaffnete Soldaten reduziert zu werden. 


Im November 2021 verlängerte der UN-Sicherheitsrat das Mandat der EUFOR einstimmig um ein weiteres Jahr. Das Europäische Parlament betonte in seiner Entschließung zur Umsetzung der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik vom 22. Februar dieses Jahres, dass die Mission nach wie vor eine Schlüsselrolle für die Sicherheit von Bosnien-Herzegowina und der Region spielt.


Mit der Resolution des UN-Sicherheitsrates wurde die Besorgnis über die möglichen verfassungswidrigen und sezessionistischen Handlungen des serbischen Mitgliedes im Staatspräsidium von Bosnien-Herzegowina, Milorad Dodik, zum Ausdruck gebracht, die das Friedensabkommen von Dayton und damit den Frieden in der gesamten Region gefährden. Aus diesem Grund sei es notwendig, eine angemessene Kapazität zur langfristigen Stärkung aufrechtzuerhalten.

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