Die Stimme Kroatiens

20:15 / 21.03.2022.

Autor: Tonči Petrić

Russische Invasion der Ukraine setzt sich fort

Krieg in der Ukraine

Krieg in der Ukraine

Foto: Kai Pfaffenbach/Ukraine Military/Alexandros Avramidis/Andreas Buerger / REUTERS

Die russische Invasion in der Ukraine hat sich am Montag fortgesetzt, wobei die russischen Streitkräfte bombardieren weiterhin die Stadt Mariupol. Nach dem Beschuss am Sonntagabend in der Hauptstadt Kiew hat Bürgermeister Vitali Klitschko erneut eine 40-stündige Ausgangssperre verhängt, die bis Mittwochmorgen andauern wird. Unterdessen haben die Verhandlungsführer beider Seiten immer noch keine gemeinsame Grundlage gefunden. 

Kremlsprecher Dmitri Peskow warf Kiew vor, die Verhandlungen mit inakzeptablen Vorschlägen in die Länge zu ziehen. Die Zeit für ein geplantes Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ist nach seiner Ansicht noch nicht reif: "Um über ein Treffen der beiden Präsidenten zu sprechen, müssen die Verhandlungsführer einige Fortschritte erzielen. Bisher haben wir diesbezüglich keine nennenswerten Fortschritte gesehen, weshalb es zu früh ist, über ein Treffen der beiden Präsidenten zu sprechen, da sie nichts Konkretes zu vereinbaren haben werden", sagte Peskow.


Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Montag Europa aufgefordert, jegliche Handelsbeziehungen mit Russland zu unterbinden. Moskau erklärte, dass weitere Sanktionen für europäische Volkswirtschaften auch gravierende Folgen haben werden.


Weitere Sanktion der EU gegen Russland?


In Brüssel beraten die EU-Außenminister über mögliche weitere Sanktionen gegen Russland. Die baltischen Staaten und Polen fordern ein Ölembargo gegen Russland, während Deutschland, Tschechien und andere EU-Länder hingegen anders agieren wollen. Die EU importiert 27 Prozent ihres Öls aus Russland und hat sich bis jetzt entschieden, sich dem Ölembargo der USA und Großbritanniens nicht anzuschließen. Der Hohe Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, bekräftigte heute erneut, dass die Ukraine von der EU weiterhin Waffenunterstützung erhalten werde. Borrell bezeichnete die Angriffe Russlands als Kriegsverbrechen.


Die Zahl der Flüchtlinge in Europa


Fast dreieinhalb Millionen Ukrainer sind aus ihrem Land geflohen. Polen hat mehr als zwei Millionen Flüchtlinge aufgenommen, Rumänien mehr als eine halbe Million, während die Zahl den ukrainischen Flüchtlingen in Moldawien, Ungarn und der Slowakei auch weiter zunimmt.


In Kroatien befinden sich ca. 8 600 registrierte Flüchtlinge aus der Ukraine. Innenminister Davor Božinović sagte heute nach einer Sitzung des Sozial- und Wirtschaftsrates, dass der Rat die volle Solidarität mit dem ukrainischen Volk und der Versorgung von Flüchtlingen zum Ausdruck gebracht habe. Der Rat unterstützte die Bemühungen der Regierung, Flüchtlingen zu helfen und sie in die kroatische Gesellschaft zu integrieren. Bozinović fügte hinzu, dass man versuchen werde, Flüchtlingen aus der Ukraine gleiche Rechte und Chancen für einen Eintritt in den kroatischen Arbeitsmarkt, zu garantieren.

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