Die Stimme Kroatiens

14:05 / 10.05.2021.

Autor: Tonči Petrić

Borrell verurteilt Rhetorik über Teilung von Bosnien-Herzegowina

Hoher Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik Josep Borell (Foto: HRT)

Hoher Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik Josep Borell (Foto: HRT)

Foto: - / HRT

"Eine Rhetorik, welche die Integrität von Bosnien-Herzegowina infrage stellt, muss aufhören. Über Sezession, neue Grenzen, weitere ethnische Spaltung oder Krieg zu sprechen, ist gefährlich und inakzeptabel", sagte der Hohe Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik Josep Borrell.

Der West-Balkan ist einer der Hauptthemen auf der regelmäßigen Sitzung der europäischen Außenminister am Montag und Dienstag. Im Fokus der Gespräche steht der EU-Erweiterungsprozess für Albanien und den West-Balkan.

"Die Position der EU hat sich nicht geändert und wird sich auch nicht ändern. Wir unterstützen die territoriale Integrität und Souveränität von Bosnien-Herzegowina. Die Zukunft des Landes liegt in der EU als ein vereinter und souveräner Staat,“ erklärte Josep Borrell.

Er hat in seinem Blog besonders die schwierige Situation in Bosnien-Herzegowina angesprochen, in der sich die politische Atmosphäre neuerdings verschlechtert habe.

Borrell sagte, das Ende letzten Jahres die Regierung von Bosnien-Herzegowina "disfunktional" auf die Migrationskrise reagiert habe und das ein "negativer Spin" in den Gesprächen über eine Verfassungs- und Wahlreform zu "verschiedenen Non-Papern" geführt haben, in der auch die Rolle der USA und der EU kritisiert wurde.

"In einem dieser "Non-Paper" wurde vorgeschlagen, die Grenzen der Region neu zu ziehen und Bosnien-Herzegowina nach ethnischen Kriterien zu teilen, was die politische Atmosphäre verschlechtert habe und der sezessionistischen Agenda und extremen Reaktionen Impulse verlieh", sagte Borrell.

In den letzten Wochen sind zwei sogenannte Non-Paper, mit Vorschlägen für die Lösung von offenen Fragen, die den West-Balkan immer belasten, aufgetreten. In einem Dokument, das angeblich aus Slowenien stammte, wurde die Teilung von Bosnien-Herzegowina nach ethnischen Kriterien thematisiert. Dieses Non-Paper wurde in der Öffentlichkeit und von verschiedenen Amtsträgern stark kritisiert, da man der Ansicht ist, dass eine Änderung der Grenzen nach ethnischen Linien sehr gefährlich ist und zu negativen Auswirkungen führen könnte. Das zweite Non-Paper, deren Existenz und Urheberschaft ebenfalls fraglich ist, bezieht sich auf den Kosovo und den Beziehungen zu Serbien.

(Quelle: HINA)

Vijesti HRT-a pratite na svojim pametnim telefonima i tabletima putem aplikacija za iOS i Android. Pratite nas i na društvenim mrežama Facebook, Twitter, Instagram i YouTube!