(Foto: hnk-zajc.hr) (Foto: hnk-zajc.hr)

Die Gedenktafel für den kroatischen Komponisten, Dirigenten und Begründer der kroatischen Oper, Ivan Zajc, wurde am Sonntag im zweiten Wiener Bezirk, von der österreichisch – kroatischen Gesellschaft in Wien und der Stadt Rijeka, angebracht. Im zweiten Wiener Bezirk lebte und komponierte er von 1868 bis 1870. 

"Es ist uns eine besondere Freude, dass der bekannte kroatische Komponist Ivan Zajc, der von 1862 bis 1870 in Wien lebte und bedeutende Operetten und andere Musikstücke komponierte, in Wien auf einer Gedenktafel verewigt wurde", sagte Nicolaus Berlakovich, Vorsitzender der österreichisch – kroatischen Gemeinschaft und Abgeordneter der ÖVP. 

Die Inschrift ist auf deutsch und kroatisch verfasst und lautet:"Der kroatische Komponist, Begründer der kroatischen Oper Ivan pl. Zajc, hat hier zwischen 1868 und 1870 seine Opern und Operetten komponiert". Die Gedenktafel wurde von Berlakovich und Srđan Škunca, Leiter der Abteilung für Entwicklung, Urbanisierung, Ökologie und Landmanagement der Stadt Rijeka enthüllt. 

"Die Verbindung zwischen Österreich und Kroatien und Rijeka und Wien ist sehr eng. In Wien verbrachte die rijeker Größe der kroatischen Oper den Anfang seiner Schaffenszeit und der Wiener Künstler Gustav Klimt bemalte die Decke des nationalen Theaters in Rijeka", sagte Škunca.

Das Programm wurde von der Klapa "Kaše" aus Dubrovnik begleitet, die ebenfalls Zajcs Lied "U boj" – 1866 in Wien komponiert - aufführten.

Während seines Schaffens wurden in Wien elf seiner Stücke aufgeführt

An sein Leben und sein Werk (1832 – 1914) erinnerte auch der österreichisch – kroatische, international anerkannte Dirigent und Fagottist, Milan Turković. Dieser enthüllte, dass Zajc nach seinem Studium in Mailand ein Angebot der berühmten Mailänder Scala Oper ablehnte und 1855 zurück in seine Heimatstadt Rijeka ging bevor er letztendlich nach Wien zog.

Obwohl zu dieser Zeit Strausses und Suppés Werke die Szene dominierte, konnte sich Zajc schnelle durchsetzen. Demzufolge bekamen seine Werke wie "Momci na brod" großen Zuspruch.

Er schuf die kroatische Oper mit zeitgenössischem Repertoire

Zajc war unentschlossen ob er in Wien als Komponist von Operetten weiterarbeiten solle oder ob er in seine Heimat zurückkehren soll. Unter dem Einfluss von Bischof Josip Juraj Strossmayer, den Dichtern Petar Preradović und Augusta Šenoa kommt er 1870 zurück nach Zagreb um die Leitung der Oper und des kroatischen Musikinstituts zu übernehmen. 

In Zagreb schrieb er ein musikalisches Gesamtwerk mit mehr als tausend Stücken. Dieses beinhaltet ebenfalls die Opern Mislav, Ban Leget und das wohl beste kroatische Bühnenstück, die historische Tragödie des "Nikola Šubić Zrinski", welche sich seit 1876 bis heute im Repertoire gehalten hat.