Kolinda Grabar - Kitarović, Foto: HRT Kolinda Grabar - Kitarović, Foto: HRT

Die kroatische Präsidentin Kolinda Grabar Kitarović hat heute Kroatiens Nachbarstaat Ungarn einen Arbeitsbesuch abgestattet  -  und das nur einige Tage nachdem Ungarn gemeinsam mit Slowenien - Kroatien -  die Unterstützung für die Mitgliedschaft bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD-  verweigert hatte.

 Grabar - Kitarović äußerte nach dem Treffen mit Ungarns Premier Viktor Orban sowie mit ihrem ungarischen Amtskollegen János Áder folgendes:   „Ungarn verweigert Kroatien die Unterstützung für die Mitgliedschaft bei der OECD, weil es wie es sagt, seine geschäftlichen Interessen schützen möchte - denn die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist keine politische Organisation – sondern eine wirtschaftliche, die Investitionen und das Investitionsklima sowie eine friedliche Beilegung von Streitigkeiten und Ähnliches, schützt. Ungarn ist mit der Art und Weise, wie bisher mit dem INA-MOL-Fall umgegangen wurde, unzufrieden. In der letzten Zeit wurden jedoch Fortschritte gemacht und das worüber wir uns heute definitiv einig waren ist, dass wir die Verhandlungen darüber fortsetzen - und offene Fragen,  gemeinsam lösen werden.“

Die kroatische Regierung versucht schon seit einiger Zeit den 49 prozentigen Anteil der ungarischen MOL an der kroatischen INA zurückkaufen und das Unternehmen wieder ganz unter staatliche Kontrolle zu  bringen.