Marijana Petir, Foto: HRT Marijana Petir, Foto: HRT

Mit 489 Stimmen dafür, begrüßte das Europaparlament am Dienstag die Unterzeichnung der Istanbuler Konvention in einem Initiativbericht. Dagegen waren 114 Parlamentarier, während sich 69 ihrer Stimme enthalten haben.

Die Konvention sei ein wichtiger Meilenstein im europaweiten Kampf gegen Gewalt an Frauen, sagte die für das Thema im Parlament zuständige Abgeordnete Anna Maria Corazza Bildt. Sie habe das Ziel, Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt endgültig zu beenden.

Dass dem nicht ganz so ist findet die kroatische EU – Parlamentsabgeordnete Marijana Petir. Petir wörtlich: „Die Definition des Geschlechts, wie sie in dieser Konvention steht, setzt voraus, dass der Mensch nicht als männlich und weiblich geboren wird, sondern, dass die Geschlechtsidentität eine persönliche Sache ist, die jeder für sich selbst wählt. Das steht im Widerspruch mit dem römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofs. Im Sinne dieses Statuts bezieht sich der Ausdruck "Geschlecht" im gesellschaftlichen Zusammenhang auf beide Geschlechter, das Männliche und das Weibliche - und das ist bisher auch die einzige international rechtsverbindliche Definition.“